Osteopathie

Osteopathie ist eine sanfte Heilmethode, die mit den Händen ausgeführt wird und ohne Apparate und Medikamente auskommt.

Durch Unfälle, Traumata, Überbelastungen oder genetische Dispositionen kommt es zu Fehlstellungen im Körper. Die daraus resultierenden Folgen betreffen immer den ganzen Körper! Oft entstehen Schonhaltungen, die zu Veränderungen in der Körperstatik führen und dann erneute Beschwerden auslösen können (wie z.B. im Kiefergelenk).

Der Osteopath diagnostiziert vorhandene Verspannungen und Gelenkblockaden am gesamten Bewegungsapparat und den inneren Organen. Indem er diese sehr gezielt entkrampft, bringt er den Körper wieder ins Gleichgewicht und regt somit die Selbstheilungskräfte wieder an.

Da unser Körper in der heutigen Zeit sehr vielen belastenden Faktoren ausgesetzt ist, die seine Fähigkeit zur Selbstheilung oft überbeanspruchen, ist man durch die Osteopathie in der Lage die Belastbarkeit des Körpers zu erhöhen. Dadurch wird auch die Anfälligkeit für Krankheiten reduziert und das allgemeine Befinden verbessert.

Nimmt man das Beispiel eines Fehlbisses, muss man die Gesamtheit des Schädels in Betracht ziehen. Der Schädel wird von der Wirbelsäule getragen, die ihrerseits von der Hüfte und den Füßen getragen wird. Eine Dysbalance oder Fehlstellung in irgendeinem Bereich dieses Systems spiegelt sich im gesamten System wider.

Ebenso kann es ein, dass eine Fehlstellung im Körper die Bissfehlstellung provoziert und eine osteopathische Behandlung vor der orthopädischen Behandlung empfehlenswert ist. Wurde der Kiefer orthopädisch behandelt, bedarf es einer nachfolgenden osteopathischen Untersuchung um sicherzugehen, dass sich keine Fehlhaltungen manifestiert haben.

Welche Krankheitsbilder können osteopathisch behandelt werden?

  • Bereich Zahnheilkunde - bei Kieferfehlstellungen, Kieferknacken, Kiefergelenksschmerzen, Kiefergelenksproblemen.
  • Bereich Kinderheilkunde bei Schädel- und Gesichtsverformungen, Schiefhals, Skoliosen, Hüftdysplasien, Verdauungsstörungen bei Spuckkindern, Lern- und Konzentrationsstörungen, KISS-Syndrom Hyperaktivität (ADS/ADHS).
  • Bereich Bewegungsapparat bei Rückenschmerzen, allen Formen von Gelenkproblemen (Knie, Schulter, usw.), Hexenschuss, Einschränkungen der Kopf-Hals-Bewegungen, Schultersteife, Schiefhals, Zustand nach Schleudertrauma, Verstauchungen, Ischialgie, Bandscheibenvorfällen, Nackenbeschwerden, Fibromyalgie, Tennis- oder Golf-Ellenbogen, Arthrose.
  • Bereich Hals-Nasen-Ohren bei Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen und Migräne, chronisch wiederkehrenden Nasennebenhöhlen-, Mittelohr- oder Mandelentzündungen.
  • Bereich Innere Medizin bei Verdauungsstörungen (Verstopfung, Durchfall, nicht bei Geschwüren und Tumoren), Organsenkungen (Ptosen), Operationsfolgen und Narben, funktionellen (ärztlich abgeklärten!) Herzbeschwerden, Sodbrennen (Reflux), funktionellen Störungen innerer Organe, vegetativen Störungen (Müdigkeit, Schwitzen, Hyperaktivität, Unruhe, Nervosität, Übelkeit, etc.).
  • Bereich Urologie bei chronischen Blasenentzündungen, Inkontinenz, Nierenproblemen und Prostatabeschwerden.
  • Bereich Gynäkologie bei Menstruationsbeschwerden, in der Schwangerschaft, klimakterische Beschwerden, Vernarbungen und Verwachsungen nach Operationen.